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Margit Buß - Malerei

 

Die Malerei von Margit Buß ist abstrakt,

informell, experimentell.

In ihrem Atelier im schleswig-holsteinischen

Eckernförde setzt sie ihre Gefühle und

Träume in Malerei um.

Während des Malprosessen spürt, riecht und

erfährt sie die Farben als etwas Lebendiges.

Textur und Herstellungsweise eines Bildes

stehen im Fokus ihrer Aufmwerksamkeit.

 

www.margit-buss.de

 

 

 

 

 

Gewölbekeller 10. ParkArt 2018

 

Installation und Gesprächsrunden im Gewölbekeller

 

Wochenende 11./12. August 2018 - 10. ParkArt

 

 

 

 

Margit Buß

 

Glanz und Gloria heute - zu Ehren von

Mensch und Tier in Sögel und der Umgebung des Hümmling

 

120 cm Durchmesser des Kreises

35 cm Höhe mit Hirschgeweih

 

Acryllack /  Resin auf Holz

 

2018

 

 

 

Im Gewölbekeller ausgestellten Kunstwerk möchte Margit Buß einen Bogen schlagen zwischen der Vergangenheit und dem Heute des Jagdschlosses Clemenswerth . Es geht um die Menschen, die hier seit Jahrhunderten leben, die Menschen aus Sögel und der Umgebung des Hümmling.


Die Geschichte des Schloß Clemenswerth ist eng mit dem Leben der Menschen im Hümmling verbunden. Es hat sie massiv beeinflusst, wie ihr Landesfürst Clemens August Clemenswerth zurzeit der Hochblüte seiner Zeit für sich und seinesgleichen genutzt hat.


Die Geschichte schreibt, das Clemens August von Köln, Gründer und Erbauer des Schlosses, politisch, also als Landesfürst, völlig unselbstständig und wankelmütig war, dafür aber den Gelüsten des Lebens, besonders die der Jagd, sehr nahe stand. ...und das ausgiebig, Theater, Musik, Jagdfreude in allen Formen und dazu eine außergewöhnliche Bauleidenschaft. Bei den Jagden mußten die Leute aus den umliegenden Dörfern die Treiberdienste übernehmen. Zitat : „ Diese dreitägigen Jagden hatten für die Bauernburschen einen solchen Reiz, das sie dieselbe der Fastnacht vorgezogen haben sollen“. Aber es war nicht immer so lustig und unterhaltsam wie für die jungen Treiberburschen.


Ein weiteres Zitat aus einem Aufsatz von Eckard Wagner, erschienen in dem Buch Jagdschloss Clemenswerth:
„In den weniger als zwei Jahrzehnten, die Clemens August zur persönlichen Nutzung von Clemenswerth verblieben, hat er kleine, filigran zu zeichnende Kapitel des höfisch-barocken Lebens seiner Zeit diktiert, deftige, reiterliche und jagdliche Episoden entstehen lassen, wohl auch kulinarische Eigenwilligkeiten aus Clemenswerther Küche kreiert. Er konnte es nicht verhindern, daß sein lieb und teuer gewordenes Tusculum ein paar mal Schauplatz landespolitischer Entscheidungen und Stelldichein europäischer Politiker wurde, wo er sich doch gerade an diesem Ort von politischen Geschäften nicht hatte„ inkommodieren“ lassen wollen. Wenn ihm darüber die Einsicht versagt war, trotz des weit über den Hümmling freudig tönenden Hörnerklangs die vielen Mißtöne im sozialen Gefälle zwischen nicht enden wollenden, höfischen Jagdfeiern und einer durch den Schloßbau und den Misshelligkeiten der in seinem riesigen „ fürstlichen Wildgehege“ streng ihr bedrückendes Leben fristenden Bevölkerung zu dämpfen, so war er eben ein wenig einsichtiger Repräsentant, erzogen in jenem absolutistischen Geiste, der es ihm gestattete, am Vorabend zur Aufklärung noch einmal allen Glanz auf seiner Person zu versammeln. „


Es gibt sicher viele Berichte über das Leben der Menschen aus Sögel und der Umgebung des Hümmling, im 16. und 17. Jahrhundert.
Wie überall in dieser Zeit, war das Leben für die Bevölkerung sehr schwer, wenn sie sich nicht auf der Seite des „ Glanz - und Gloria - Leben“ befanden .... so eben auch in Sögel ... um so mehr ist es erfreulich, daß die Menschen dieses Schloß in dieser Form, wie es sich heute zeigt und genutzt wird, genießen können ... und zwar alle, wenn sie es wollen.

 

Margit Buß , 2018

 

 

 

 

Emslandmuseum

 

Schloss Clemenswerth

 

49751 Sögel

 

 

www.clemenswerth.de